Von Beginn an hatte die GartenCoop sich zum Ziel gesetzt, Tiere in den Hofkreislauf zu integrieren. Wir wollen damit einen Nährstoffkreislauf auf dem Hof etablieren, der die Zufuhr von externen Düngemitteln reduziert. Unser gutes Dutzend Hühner leisten zu diesem ambitionierten Ziel zugegebenermaßen einen recht kleinen Beitrag, aber die Haltung von Hühnern scheint uns ein guter Einstieg, um mittelfristig weitere Tiere in das Projekt zu integrieren. Neben dem Nährstoffkreislauf ist es uns auch wichtig (Nutz-) Tiere wieder in den öffentlichen Raum zu bringen und Rassen zu erhalten, die nicht auf eine maximale Produktion hin gezüchtet wurden (und von multinationalen Konzernen kontrolliert werden). Unsere kleine Herde wurde uns von einem GartenCoop Mitglied gespendet und besteht aus einem genetischen Mix von Hühnerrassen, die schon seit Generationen am Oberrhein zu Hause sind.
Die zwölf Hühner legen wahrscheinlich übers Jahr ca. 2000 Eier. Das hört sich zunächst einmal viel an, aber wenn wir diese Zahl durch unsere 260 Mitglieder teilen ergibt das rund sieben Eier pro Mitglied und Jahr. Unter anderem deshalb haben wir uns dagegen entschieden die Eier an die Verteilpunkte zu bringen. Unserer Planung nach werden wir genügend Eier haben, damit die Küche in Tunsel versorgt wird und diejenigen, die sich um die Hühner kümmern sich ab und zu ein paar Eier mitnehmen können.
Das mobile Hühnerhaus steht auf einem Wohnwagengestell und ist ziemlich komplett aus Holz gebaut. Sowohl die Wände als auch das Dach sind mit Holzfaser-Isolierung gedämmt und über dem Fenster gibt es ein Lüftungsgitter. Da wir bei unserem Hühnerstall einen licht-gesteuerten Pförtner verwenden, müssen wir nicht früh am Morgen die Hühner auf die Weide lassen und sie abends auch nicht in den Stall bringen. Außerdem kann sich die Hühnerschaar zumindest teilweise von Insekten, Käfern und Würmern von ihrer Weide ernähren und müssen nur zugefüttert werden. Dank der Mobilität des Hühnerstalls können wir die Übernutzung einer Fläche vermeiden und den Hühnern regelmäßig neue Weiden bzw. Kompost-Mieten zum beweiden anbieten.
