Der große Landrausch

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Ein sehr empfehlenswerter Artikel von Veikko Heintz über den globalen Wettlauf um Ackerland. Leider nicht digital erhältlich. Aber nachzulesen in der Analyse und Kritik 548 von März 2010. Auszug: Neue Wege jenseits des Marktes.

 

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Selbstverständlich geht es auch im Eigeninteresse darum, genug und gutes Essen zu haben. Alles andere wäre Humbug. Es geht aber auch um globale und gemeinschaftliche Verantwortung. Die Perspektive kann deshalb nicht sein, individuell die Schafe ins Trockene zu bringen, sondern auf kollektive Autonomie ausgerichtete Strukturen zu entwerfen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Sich gemeinsam die Ressourcen anzueignen, die zum Leben notwendig sind, Produktionsstrukturen aufzubauen, die nicht dem Diktat der Verwertung unterliegen, aber sehr wohl der moralischen Verpflichtung zur Nutzung zum eigenen und anderer Menschen Wohlergehen.

 

Es geht auch schlicht darum, unabhängig und handlungsfähig zu bleiben. Um intervenieren zu können und um politisch Position beziehen zu können. Es ist deshalb notwendig, das Thema Landverteilung, Landrechte und den Zugang zu Land als politisches Thema auf die Agenda zu setzen und gleichzeitig sich selbst zu befähigen, auf vielfältigste Art und Weise gute Lebensmittel zu erzeugen. Letztendlich geht es schlicht darum, sich nicht unterkriegen zu lassen und sich selbst, aber auch anderen eine menschliche und solidarische gesellschaftliche Perspektive zu erhalten.

 

Links:

Veikko Heintz betreibt "Nichtkommerzielle Landwirtschaft" auf dem Karlshof nördlich von Berlin: Die soziale Kettenreaktion

Food crisis and the global landgrab - http://farmlandgrab.org/

Blog der Gruppe GRAIN mit aktuellen Informationen rund um das Thema Landnahme.