FAQ - Häufig gestellte Fragen

Um die immer wieder aufkommenden Fragen vorweg zu nehmen haben wir mit der Erstellung einer Seite zu "häufig gestellten Fragen" (Frequently Asked Questions) begonnen.

Wenn ihr Anregungen oder Vorschläge für diese Kategorie habt meldet euch per Mail an: webmaster_ät_gartencoop.org

 

# Wie funktioniert die Gartencoop?

# Habt ihr schon einen Hof?

# Wie kann ich Mitglied werden?

# Wie beteilige ich mich als Mitglied?

# Wie kommt der Mitgliedsbeitrag zustande?

# Warum ist eine Einlage nötig?

# Was ist ein Direktkredit?

# Wie erfolgt der Arbeitseinsatz?

# Welche Lebensmittel bekomme ich?

# Wenn ich manche Lebensmittel nicht essen kann oder will?

# Wie sieht die Verteilung aus?

# Warum Tierhaltung?

Wie funktioniert die Gartencoop?

Die Gartencoop will in einem ökologischen, klimagerechten, bildenden und zukunftsweisenden sozialen Zusammenhang, alle ihre Mitglieder mit selbst erzeugten Lebensmitteln versorgen. Der dazu benötigte Betrieb mit Angestellten wird durch die Mitglieder finanziert, und tatkräftig bei gemeinschaftlichen Aktionen unterstützt. Der gesamte Ertrag wird auf alle Mitglieder verteilt. 

Habt ihr schon einen Hof?

Seit Anfang 2011 haben wir ca. 8 Hektar Land in Tunsel gepachtet von denen wir in der Saison 2011 ca. 2 Hektar bewirtschaften. Die restlichen Flächen werden von uns aufgebaut. Wir haben einen langjährigen Pachtvertrag für Hofstelle und Flächen. Allerdings streben wir mittelfristig den Kauf der Flächen an um sie auch langfristig für das Projekt  zu sichern.

Wie kann ich Mitglied werden?

Du druckst dir das Beitrittsformular und das Einlageformular aus und sendest beides ausgefüllt an uns zurück. Du wirst dann in den Gartencoop Freiburg e.V. (Satzung) aufgenommen. Wenn keine Mitglieder mehr aufgenommen werden können, kannst du dich in die Warteliste eintragen.

Wie beteilige ich mich als Mitglied?

Der Mitgliederkreis übernimmt Verantwortung für die Landwirtschaft. Wir tragen gemeinsam die laufenden Kosten des Betriebes und jeweils einen gleichen Anteil an den Investitionskosten (Einlage). Außerdem nehmen alle Mitglieder an gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen teil. Aktuelle Abmachung: Mindestens 2 Tage (=4 halbe Tage) im Jahr.  

Wie hoch ist Mitgliedsbeitrag? Wir kommt er zustande?

Auf einer jährlichen Mitgliederversammlung wird der Finanzierungsplan für die kommende Saison beschlossen. Auf dieser Versammlung können Mitglieder ihren Beitrag entsprechend ihrer finanziellen Ressourcen individuell festlegen. Allerdings muss die Summe der Mitgliedsbeiträge die Gesamtkosten der Landwirtschaft decken.

Jedes Mitglied gibt auf der Mitgliederversammlung einen Zettel mit seinem Wunschbetrag ab. Kommt der Betriebshaushalt nicht zustande, werden weitere Strategien diskutiert bis der Haushalt erfüllt ist (Beiträge erhöhen, mehr Mitglieder aufnehmen, Posten kürzen...). Die Beiträge sind dann wie vereinbart zu bezahlen.

Die Zahlung der Beiträge ist individuell regelbar, monatlich, vierteljährlich oder jährlich.  Die Zahlungen sind im Vorraus zu leisten wobei langfristigere Zahlungen die finanzielle Planung des Hofes erleichtern und Bürokratie abbaut.

Wie ein ähnliches System beim Buschberghof seit mehr als 20 Jahren zustande kommt könnt ihr hier nachhören.

Was ist die Einlage? Warum ist eine Einlage nötig?

Die Kooperative hat von Anfang an Investitionskosten z.B. für den Aufbau des Gemüsebaus (Traktor, Maschinen, Folientunnel, Werkzeug, Bewässerung, Transporttechnik etc.) bzw. der Landwirtschaft (Tiere, stärkeren Traktor, Kartoffel- oder Getreidelager etc.). Auch wenn das dafür benötigte Geld woanders geliehen werden kann, ist ein Eigenanteil sinnvoll oder bei einem Bankkredit sogar Voraussetzung. Zusätzlich braucht es eine Liquiditätsreserve um pünktlich Rechnungen bezahlen und die Löhne auszahlen zu können. Das Inventar bleibt gemeinsames Eigentum des Vereins.

Die Einlage beträgt zur Zeit 400 euro und kann bei Bedarf auch in Raten gezahlt werden. Es ist ein zinsloses Darlehen an den Verein Gartencoop Freiburg e.V. Tritt ein Mitglied irgendwann aus, wird die Einlage erst dann zurückgezahlt wenn es eineN NachfolgerIn für die austretende Person gibt. (z.B. jemanden aus der Warteliste).

Was ist ein Direktkredit?

Ein Direktkredit ist ein Kredit den uns Personen für eine Zeit zur Verfügung stellen, auf Wunsch mit bis zu 2 Prozent verzinst. So soll der Kauf von Land, eines Hofes und Investitionen ermöglicht werden. Die Geldgeber haben hier eine sinnvolle und transparente Geldanlage die in vielerlei Hinsicht bald Früchte tragen kann. Wenn Sie uns einen Direktkredit zur Verfügung stellen könnten füllen Sie bitte dieses Formular aus.

Wie erfolgt der Arbeitseinsatz?

Mitglieder beteiligen sich nicht nur finanziell, sondern auch tatkräftig am Projekt. Manche Aufgaben sind für Mitglieder geeignet andere nicht. Alle gärtnerischen Arbeiten erfolgen unter Anleitung der professionnellen GärtnerInnen aus dem Anbauteam. Dazu gehören z.B. Jäten, Hacken und Ernten. Mitglieder übernehmen auch Aufgaben in der Aufteilung und Verteilung des Gemüses. Gelegentlich werden Baustellen gemeinsam angepackt.

Es gibt einen festen Rhythmus für Ernten und Verteilung des Gemüse pro Woche. Die Anmeldungen sind verbindlich und erfolgen über einen online-Kalender oder persönlich.

 

.Welche Lebensmittel bekomme ich?

Zur Zeit baut die Gartencoop hauptsächlich Gemüse an. Unser Ziel ist, über den Gemüsebau hinaus weitere pflanzliche und tierische Lebensmittel zu erzeugen. Generell wird eine Vollversorgung der Mitglieder mit den jeweiligen pflanzlichen Lebensmitteln angestrebt. Milch, Milchprodukte und Fleisch soll es nur in einem verantwortbaren Umfang geben.

Wenn ich manche Lebensmittel nicht essen kann oder will?

Generell sollte sich jedes Mitglied nach seinen Bedürfnissen aus dem Angebot der Gartencoop bedienen können. Dies ist eine Frage der Verteilung. Ernährungsgewohnheiten sind so unterschiedlich wie Menschen. Daher müssen kreative Möglichkeiten der Verteilung zusammen mit den Mitgliedern ausgearbeitet werden.

Wie sieht die Verteilung aus?

Unser Anspruch: umweltfreundlich (insgesamt kurze Transport- und Abholwege, Verpackung vermeidend oder wiederverwendbare Verpackung, ), kosten- und arbeitssparend, bedarfsgerecht.

Die Mitglieder holen ihr Gemüse bei einem, der derzeit veirzehn Verteilpunkten in Freiburg ab. Der Ertrag der Woche wird anhand der Anzahl und Größe der Verteilpunkte prozentual auf die Verteilpunkte aufgeteilt. In Pfandkisten bekommt jeder Verteilpunkt seinen Anteil möglichst umweltfreundlich geliefert. Zur Zeit sieht es so aus, dass wir das Gemüse zunächst mit einem Transporter an einen zentralen Ort in Freiburg bringen und dann das Gemüse per Fahrrad auf die Verteilpunkte verteilen. Dort können sich die Mitglieder nach Verteilpunkt-interner Absprache bedienen.

Warum Tierhaltung?

Als integrativer Bestandteil eines Hofkreislaufs helfen Tiere die Vielfalt der Flächen zu bewahren und zu bewirtschaften. Außerdem tragen die Tiere mit ihrem Mist  zu einem optimierten Energiekreislauf bei, da hochwertiger Dünger direkt am Hof produziert werden kann. Mehr.