Auf einem Hof im nördlichen Markgräflerland, der seit 1986 biologisch wirtschaftet, gründet sich derzeit eine Hofgruppe um ein solidarisches Landwirtschaftskonzept zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sollen die Bedürfnisse des Hofes, der Menschen, die dort arbeiten, der Tiere und das der Menschen, die der Hof ernährt, berücksichtigt werden.
Zum Hof gehören aktuell 33 Hektar Fläche, davon sind rund 25 Hektar Ackerland, wo hauptsächlich Getreide angebaut wird und 8 Hektar Heuwiesen. Eine Milchviehherde mit 14 Milchkühen und Nachzucht verwertet den Futterbau und liefert wertvollen Dünger für den Ackerbau.
In der hofeigenen Käserei wird die Milch verarbeitet zu Joghurt, Frischkäse, Schnittkäse und Weichkäse.
Ein paar Schweine werden gehalten um die Molke und die aussortierten Kartoffeln zu verwerten. Honig gibt es aus der eigenen Imkerei.
Wie bei vielen anderen Höfen, hängt auch bei diesem Betrieb die Existenz von Subventionen und den Markt- bzw. den Weltmarktpreisen ab.
Auf diese Faktoren haben Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, keinen Einfluss. Sie haben meist nur die Wahl, entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten.
Die persönliche Belastungsgrenze ist längst überschritten, Boden, Pflanzen und Tiere werden ebenso gnadenlos ausgebeutet und zu Produktionsmitteln degradiert.
Wenn Bauern und Verbraucher sich zusammentun, können sie dieser Entwicklung etwas entgegensetzen.
Gesunde, frische Nahrungsmittel können weiterhin in der Region angebaut und hergestellt werden, was kurze Transportwege möglich macht. Die Natur und Kulturlandschaft vor Ort kann erhalten werden. Kinder und Erwachsene können sich zudem bei dieser Form von Landwirtschaft Erfahrungsräume erschließen, die Lebensfreude vermitteln und die Bezug zu der lebensnotwendigen, lebendigen Nahrung schaffen.
Das Grundlegende ist, dass eine Gruppe die Abnahme der Erzeugnisse garantiert und die Ernte bzw. alles, was notwendig ist um diese zu erzeugen, vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.
Aktive LandwirtInnen
+ MitlandwirtInnen bzw. Mitglieder der Hofgruppe
+ jährliche Vereinbarung
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= solidarische Landwirtschaft und ungeahnte Möglichkeiten.
Das erfahrene Team, das den Hof bewirtschaftet, will zusammen mit engagierten Verbrauchern ein Konzept ausarbeiten für solidarische Landwirtschaft. Dabei sollen die Gegebenheiten und Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden. Das Hofteam und die Mitglieder der Hofgruppe lernen voneinander. Es kann eine nachhaltige, ökologische Landbewirtschaftung aufrechterhalten werden und gemeinsam können lokale ökonomische, kulturelle und soziale Strukturen aufgebaut werden. Die Mitglieder erhalten eine größtmögliche Transparenz, wie ihre Nahrungsmittel erzeugt werden und zu welchen Kosten. Der Anbau kann vielfältiger gestaltet werden, die Produktpalette würde dadurch erweitert werden und die Vision des Hofteams ist eine Vollversorgung mit Lebensmittel für die Hofmitglieder. Durch die Planungssicherheit und die Unterstützung durch die Hofmitglieder erwirtschaftet der Betrieb ein kostendeckendes Einkommen. Dadurch wird die Freude an der Arbeit beim Hofteam gestärkt. Sie wissen, für wen die Nahrungsmittel bestimmt sind. Ein Aufbau neuer Produktionszweige und die Optimierung der Gegebenheiten für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenfruchtbarkeit kann vorangetrieben werden. Gemeinsam können wir vor Ort eine lebenswerte Zukunft gestalten, den Wandel aktiv anpacken und nicht nur darüber reden.
Kontakt:
E-Mail: info@luzernenhof.de
Telefon: Carina Feil 0171 - 3888 645
