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Die GartenCoop Freiburg ist eine SoLaWi*-Kooperative. Sie besteht aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und einem Verein mit 290 Mitgliedern, die den Gemüseanbau solidarisch finanzieren, tatkräftig anpacken und sich die Ernte teilen.  Wir sind eine Initiative von GärtnerInnen, LandwirtInnen, KlimaaktivistInnen und Aktiven anderer sozialer Bewegungen verschiedenen Alters und haben 2009 unsere Kooperative gegründet.

Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, kollektives Eigentum in Selbstverwaltung, Bildung sind nur einige der Merkmale des Projektes. Seit Anfang 2011 wird auf rund 9 Hektar insbesondere Gemüse ökologisch und klimabewusst angebaut und in der Region Freiburg verteilt. Die Kooperative ist Ausgangspunkt einer gemeinschaftlichen Strategie, um den Folgen des Klimawandels, dem absehbaren Ende der fossilen Brennstoffe und der wachsenden Macht der Agroindustrie über unsere Ernährung etwas entgegenzusetzen.

* SoLaWi: Solidarische Landwirtschaft

March against Syngenta: 2.000 für eine ökologische und solidarische Landwirtschaft ohne Agrarmultis.

Veröffentlicht: Sonntag, 22. Mai 2016

Ein bunter Protestmarsch mit rund 2.000 Teilnehmer_innen aus der Schweiz, Südbaden und dem Elsass zog am Samstag den 21. Mai durch die Basler Innenstadt. Der „March against Monsanto & Syngenta“ zog bis zu den Toren des Agrarkonzerns Syngenta und forderte einen Stopp von Pestiziden, gentechnisch verändertem Saatgut und der Patentierung von Saatgut. Am gleichen Tag fanden ähnliche Mobilisierungen in mindestens 386 verschiedenen Städten weltweit statt.

Pressemitteilung | RDL zum MaSM | Soundcollage | Schwarzbuch Syngenta | Presse 1 2 3 | Redebeitrag

 

Ernährungsautonomie erreichen - Für eine relokalisierte, kooperative und ökologische Landwirtschaft.

Veröffentlicht: Freitag, 13. Mai 2016

Wir begrüßen die Initiative der Stadt Freiburg, die Studie „Regionaler Konsum in Freiburg“ in Auftrag gegeben und eine Auseinandersetzung um das Thema angestoßen zu haben. Wir sehen die Lebensmittelversorgung ebenfalls als zentrales Handlungsfeld, um soziale, Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen und teilen die vorgetragene Motivation, der aktuellen Situation dringend etwas entgegen setzen zu wollen. Über 40% der jährlichen globalen Treibhausgasemissionen sind dem Ernährungssektor zuzuschreiben [1]. Hier besteht dringender Handlungsbedarf und gleichzeitig eine Chance, die Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung in der Region auf vielen Ebenen positiv zu verändern.

Die Fragen, die nun im Raum stehen, sind: Welche Schlussfolgerungen sollen aus der Studie gezogen werden? Welche Art von regionaler Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion wollen wir in der Region fördern? Eine Bestandsaufnahme ist, wenn auch diese Studie gewisse Grenzen hat, ein guter erster Schritt. Als Akteurin der solidarischen Landwirtschaft in der Region möchten wir uns mit diesem Beitrag an einer kritisch-konstruktiven Auseinandersetzung um die Frage relokalisierter Lebensmittelökonomie beteiligen.

Eine solidarische und ökologische Ernährungswende ist möglich. Jetzt gilt es, Handlungsperspektiven aufzuzeigen und die Lebensmittelversorgung in der Region fundamental zu verändern. Ganzen Artikel lesen

Communiqué zum rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen die GartenCoop und COP21-Proteste in Südbaden

Veröffentlicht: Mittwoch, 23. März 2016

Im Sommer 2015 beteiligten wir uns, als Projekt der kleinbäuerlichen, solidarischen Landwirtschaft, an der Mobilisierung für globale Klimagerechtigkeit im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris. Als uns am 20. Juli die Fahrradkarawane „Alternatiba“ besuchte, bekamen wir ebenfalls Besuch von zahlreichen Streifenwagen und einer Hundestaffel, die das Dorf in Aufruhr versetzten (Pressemitteilung vom 25.07.2015). Ohne rechtliche Grundlage und ohne jegliche Gesprächsbereitschaft kamen die Polizisten in großer Zahl auf das landwirtschaftliche Betriebsgelände, um wegen vermeintlicher Verkehrsbehinderungen nahe dem AKW-Fessenheim alle Anwesenden zu kontrollieren. Im von uns angestoßenen Beschwerdeverfahren gegen die verantwortliche Freiburger Staatsanwaltschaft vor dem Amtsgericht entschied nun Ermittlungsrichter Klein zugunsten des Beschwerdeführers. Wenigstens wurden keine Daten an französische Behörden weitergegeben. Damals behaupteten die deutschen Polizisten fälschlicherweise, dass sie aufgrund eines französischen Rechtshilfeersuchens handeln würden. Die Polizeiaktion entbehrte tatsächlich jeglicher rechtlicher Grundlage – die Beamt_innen hätten unsere Rechtsbelehrungen ernst nehmen sollen.

Anbauinspiration für eine „Planwirtschaft von Unten“ - Anbauplanung der Gartencoop Freiburg

Veröffentlicht: Dienstag, 15. Dezember 2015

Ab dem Jahr 2009 entwickelte sich das erste Projekt einer Kooperative der solidarischen Landwirtschaft in der Region Freiburg. Inspiriert von älteren, vor allem norddeutschen CSA-Höfen, den Genfer „Jardins de Cocagne“ oder etwa der Kommunen- und Kooperativen Bewegung wie „Longo Mai“ entwickelte sich ein ausstrahlungsstarkes Projekt, in dem viele linke Ideale von Kollektiveigentum, Solidarität, Partizipation, Enthierarchisierung und Basisdemokratie versucht werden, um sie möglichst konsequent im Rahmen einer selbstverwalteten Gemüseproduktion umzusetzen.

Im folgenden wollen wir unsere Anbauplanungsunterlagen veröffentlichen, um das Erarbeitete zugänglich und anwendbar für alle zu machen. Als Inspiration und aus Solidarität mit den emanzipatorischen kleinbäuerlichen Widerständen für Ernährungsautonomie.



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by Dr. Radut