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Logbuch SoLaWi August 2020

Veröffentlicht: Dienstag, 2. Juni 2020

* Coronaausbrüche und Leiharbeit sind nur Symptome - die Fleischindustrie ist ein rundum krankes System

* Landwirtschaft, Klimakrise und Kapitalismus - warum die Krise nicht ohne tiefgreifenden Systemwandel überwunden werden kann

* Klimawandel in den Alpen

* EU-Landwirtschaftssubventionen: Milliardenbelohnungen für klimaschädliche Agrarindustrie

Der monatliche Podcast rund um solidarische Landwirtschaft, Selbstversorgung, Ernährungssouveränität, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Klimagerechtigkeit und den Themen einer globalen Selbstorganisation von unten

am 06.08. 16.00 bis 17.00 Uhr auf RDL 102.3 oder livestream rdl.de oder über podcast
 
 
 
 
 

 

 

Redebeitrag: „Gegen Populismus und Verschwörungsideologien – für linke Interventionen gegen die Krise“, 23.05.2020

Veröffentlicht: Mittwoch, 27. Mai 2020

In letzter Zeit wurde viel über und mit Landwirt*innen gesprochen. Es wurde zur Genüge darüber berichtet, wie schwer sie es derzeit haben, weil Saisonkräfte fehlen. Dass sie es sind, die uns mit Obst, Gemüse, Getreide und Tierprodukten versorgen, während im Supermarkt das Klopapier ausgeht. Wie hart sie wirtschaften müssen, um nicht pleite zu gehen. Wir sind aber heute hier, um auf die Situation der Saisonarbeiter*innen aufmerksam zu machen, die derzeit auf den Feldern und in Fleischfabriken arbeiten. Sie sind es, die in der Regel nicht angehört werden und aus unserem Blickfeld verschwinden. Dabei fußt unser ganzes Ernährungssystem, unser lecker Spargel, unsere günstigen frischen regionalen Erdbeeren und das billige Schnitzel auf den schlechen Arbeitsbedingungen, denen sie ausgesetzt sind. Wie viele gesellschaftliche Problemlagen werden durch die Covid-19-Pandemie auch die beschissenen Verhältnisse für Saisonarbeiter*innen in der Landwirtschaft verschärft und überdeutlich. Zu deutlich zum Wegschauen? [ganzen Redebeitrag lesen]

 

Statement der Kooperativen-Koordination zu den aktuellen Querfront-Coronaprotesten

Veröffentlicht: Freitag, 15. Mai 2020

Wir alle sind durch die Pandemie und die ergriffenen Maßnahmen in unserer individuellen wie kollektiven Freiheit eingeschränkt. Die Verhältnismäßigkeit und Wirksamkeit der uns alle belastenden Beschränkungen im Verlauf immer wieder kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu hinterfragen halten wir für einen zentralen Bestandteil des aktuell notwendigen gesellschaftlichen Diskurses.

Allerdings lehnen wir als emanzipatorische Initiative gemeinsame Aktionen mit Anhängern von Verschwörungsideologien und/oder völkisch-nationalen Standpunkten aus Überzeugung ab. Die Gartencoop hat einen Grundkonsens zu Antirassismus, Antisexismus und vertritt die vorbehaltlose Gleichbehandlung von Menschen unabhängig von Herkunft, Nationalität, Hautfarbe, Sexualpräferenz oder Geschlecht. Gemeinsame Auftritte mit AkteurInnen einer diffusen Querfront aus Rechten, EsoterikerInnen und VerschwörungstheoretikerInnen halten wir daher für nicht geeignet, um gegebenenfalls notwendige und sachliche Kritik an dem aktuellen Krisenmanagement zu äußern. Die Kooperativen-Koordination hat aus gegebenen Anlass eine ausführlich begründete Stellungnahme zu dieser Problematik verfasst.

 

 

Virtuelle Info-Veranstaltung: Ökologische und solidarische Landwirtschaft in Zeiten von Coronakrise und Klimawandel.

Veröffentlicht: Samstag, 18. April 2020

Wann? Montag 20. April 2020 - 20h-22h

Wo? hier teilnehmen

Für wen? Für neue Mitglieder der Gartencoop sowie für Interessierte. Die Gartencoop nimmt zur Zeit noch neue Mitglieder auf.

Hintergrund: Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie anfällig das globalisierte Ernährungssystem ist: unterbrochene Lieferketten, leere Discounter-Regale und Hamsterkäufe, ausbleibende Arbeitskräfte an vielen Produktionsstandorten für Gemüse und Obst. Hinzu kommt die Klimakrise, die die Landwirtschaft unter Druck setzt. In unserer Region hat es seit einem Monat nicht mehr geregnet. Nicht nur in Corona-Zeiten sind wir alle auf Zugang zu genügend frischen Lebensmittel angewiesen, um zu Hause zu kochen.

Die GartenCoop Freiburg setzt seit 2011 ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um. 279 Mitglieder teilen sich aktuell die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Stadtnähe und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft. Die gesamte Ernte – ob gut oder schlecht, krumm oder gerade – wird auf alle Mitglieder verteilt. Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung sowie mit anpacken in der Landwirtschaft sind nur einige der vielen Merkmale des Projekts.

In Zeiten physischer Isolation haben wir umso mehr Grund, uns weiter für Klimagerechtigkeit und Ernährungsautonomie einzusetzen. An diesem Abend geben wir einen Einblick in die Grundprinzipien der solidarischen Landwirtschaft (Solawi) sowie in die Motivationen, das Innenleben und die Herausforderungen unserer Kooperative aus Freiburg, die der Agrarindustrie trotzt und etwas entgegensetzt: die Strategie der krummen Gurken.

Eine virtuelle Begegnung mit Aktiven der Gartencoop, ein Motivationsschub und eine Einladung, Teil der Ernährungswende zu werden.

Montag 20.4, 20h - hier

 



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by Dr. Radut